Ballads of Good Life

Paris - London - New York 1930: Verheißungsvolle Namen in einer Zeit von wirtschaftlicher Not und politischer Unterdrückung. Wie viele andere Künstler seiner Zeit folgte auch Kurt Weill dem Weg in Richtung Freiheit und ging ins Exil. Gemeinsam mit dem Berliner Schauspieler Frank Dukowski taucht das Pindakaas Saxophon Quartett ein in jene Welt zwischen Bangen und Hoffen, in der die Vereinigten Staaten, besonders New York und die Freiheitsstatue, das Ziel unzähliger Flüchtlinge war.

Kurt Weill bestieg 1935 zusammen mit Lotte Lenya in Frankreich die „Majestic“, um in New York  Premierenproben zu leiten, beide blieben in den USA, 1950 starb Weill im New Yorker „Flower Hospital“ als amerikanischer Staatsbürger. Auch Astor Piazzolla lebte als Kind lange in New York, seine Eltern waren wegen der schlechten Wirtschaftslage in Argentinien ausgewandert, der Vater eröffnete in Greenwich Village einen Friseursalon. Schon früh lernte Piazzolla Klavier und Bandoneon, seinem Vater zuliebe: „Mein Vater hörte ständig Tango und dachte wehmütig an Buenos Aires zurück, an seine Familie, seine Freunde – […] immer nur Tango, Tango“. Igor Strawinskys „Tango für Klavier“ entstand 1940 ebenfalls im New Yorker Exil, so dass sich hier die Wege dreier großer Komponisten des 20. Jahrhunderts kreuzten.

Das Programm „Ballads of good Life“ unternimmt eine musikalisch-literarische Spurensuche mit Musik von Kurt Weill, Astor Piazzolla, Igor Strawinsky bis hin zu virtuos-lebendiger Klezmermusik.

Schauspieler Frank Dukowski begleitet die Musik mit Texten von Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Franz Kafka, Klaus Mann, Rose Ausländer u.a.

rot Die Programme

Liebes Leid und Lebens Freud
Voyage
Kinderszenen
Brause

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Presseartikel
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Liebes leid
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Zwei Jahrhunderte der Liebe bringen Sänger Joachim Diessner von Isensee und das Pindakaas Saxophon Quartett zum Klingen: Musik voller Lust und Leid, praller Lebensfreude und süßer Melancholie. Keiner traf den Nerv der Zeit so wie der englische Lautenist John Dowland, dessen Songs man als „Blues der Renaissance“ bezeichnen könnteDowlands Zeitgenosse Robert Burton schrieb dazu in „The Anatomy of Melancholy „ Musik mildert die Furcht und Wut,
besänftigt das Schreckliche, lindert die Schwere ; sie heilt alle Verdrießlichkeit und Schwere der Seele."
Viele große Herrscher holten bekannte Musiker wie John Dowland an ihre Höfe, um Musik für verschwenderische Feste und unterhaltsamen Lustspielen komponieren zu lassen. Als Unterhaltung bei Tisch waren besonders nach italienischem Vorbild Madrigale oder Kanzonetten beliebt sowie die englischen Songs und Ayres. Noch heute erzählen Dowlands Lieder überaus amüsant und galant von fahrenden Händlern, liebenden Hofdamen und sterbenden Helden.

Countertenor Joachim Diessner von Isenee bereist mit graziösesten Verzierungen und feinstem stimmlichen Raffinement die Gefilde der Renaissance- und Barockmusik. In Kombination mit der enormen klanglichen Vielfalt der Saxophone entsteht ein faszinierend neues Klangerlebnis „alter“ Musik, umrahmt von Gedichten und vergnügliche Anekdoten. „Küsse nun ein Jedermann / wie er weiß, will, soll und kann /Ich nur und die Liebste wissen / wie wir uns recht sollen küssen!“
(Paul Fleming).
Unter dem Titel "Dialog" entstand 1999 mit dem Countertenor Thomas Bremser als Solist eine gleichnamige CD mit Musik von John Dowland, Henry Purcell u.a.


Eine Reise durch die Musikgeschichte offeriert das Quartett mit seinem Konzertprogramm „Voyage“.

Kompositionen aus Renaissance und Barock, Romantik und franz. Impressionismus bis hin zur Moderne stellen dem Zuhörer das enorme Klangpotential des Saxophons vor.
Doch nicht nur Bearbeitungen charakterisieren Pindakaas, auch auf das Programm abgestimmte Eigenkompositionen spiegeln die Vielfalt des Quartetts wider:Seit über 10 Jahren spielt das Quartett dieses Programm erfolgreich bundesweit in Kammermusikreihen, Kirchenkonzerten und Festivals.

Schon der Name lässt auf eine gehörige Portion Humor und ein unterhaltsames Programm schließen: „Brause” heißt nicht nur das Lieblingsgetränk vieler junger Musikfreunde. „Brause” steht im Musiker-jargon für „kraftvolles Spielen” .

Das Programm bietet pfiffig arrangierte Pop- und Jazzstücke, Balladen und Evergreens der Comedian Harmonists, Beatles und Kinks sowie von Bobby McFerrin, Elton John, Henry Mancini, Billy Joël u.v.m.

„Wer wäre würdig, von der Fülle der Kindheit zu sprechen?“ fragte einst Johann Wolfgang von Goethe. Viele Komponisten haben diesen „Traum der eigenen Tage, die nun ferne sind“ (Adelbert von Chamisso) in Musik gefasst.

Das aktuelle Programm “Kinderszenen“ folgt dem Motiv Kindheit in Kompositionen verschiedener Epochen.

Ausschnitte aus Robert Schumanns „Kinderszenen”, Peter Tschaikowskys „Kinderalbum”, Claude Debussys „Children‘s Corner”, Béla Bártoks „Für Kinder”, Francis Poulencs „Villageoises” und Chick Coreas „Children‘s Songs” oder die Eigenkomposition „Gameboy - Fantasy” werden umrahmt von lyrischen Texten verschiedener Epochen (Joseph von Eichendorff, Bertold Brecht, Wilhelm Busch, Josef Guggenmoos u.v.m.).

Eine unterhaltsam musikalische Reise mit Niveau!





Phantasia
Fantasia
Aus der Fantasie schöpften Komponisten aller Epochen und Stile, von der Klassischen Musik bis zur Filmmusik,
farbenfrohe und skurrile Stücke: musikalische Bilder von Fabeltieren, echten Lebewesen und exotisch fremden Welten.
Eine Expedition in diese faszinierende Sphäre von Geist und Phantasie unternimmt das Pindakaas Saxophon Quartett in seinem Programm „Phantasia“und fördert manch Unbekanntes zutage.

Berühmte Meister wie Joseph Haydn, obert Schumann, Jacques Ibert oder Benjamin Britten erklingen ebenso wie Albert Ketèlbeys malerische Theatermusiken und die geniale Filmmusik eines John Williams.

Unterhaltsam moderiert und begleitet von Texten aus Prosa und Lyrik begegnen die Zuhörer in dieser märchenhaften Musikwelt nicht nur tanzenden Schmetterlingen, Kamelen oder rosaroten Panthern.
Aus dem fernen Weltall gesellt sich eine Jazzband aus Fabelwesen hinzu und auch eine Prinzessin aus 1001 Nacht ist zu Gast.

Programmbeispiele:

Albert Ketèlbey (1875-1959): Auf einem persischen Wochenmarkt
Marc Berthomieu (1906-91): Chats
Jacques Ibert (1890-1962): Histoires
Benjamin Britten (1913-76): Insect Pieces
John Williams (*1932): Cantina Band; May the force be with you
Medley: Walt Disney-Filmmusik
- zu den Kinderprogrammen
Liebes leid
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Ballads of Good Life – Video