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Das "Pindakaas" - Saxophonquartett begeisterte dei Zuhörer im Lichthof von Stroetmanns Fabrik
EV-Foto Engels

rot Emsdettener Volkszeitung, 08. Dezember 2009

Phantasievolle Reise mit dem Saxophon



Das"Pindakaas" - Quartett spielt beim Kulturfrühstück groß auf


Emsdetten.Das .Pindakaas"- Saxophonquartett im Lichthof vori Stroetmanns Fabrik
versprach ein ganz besonderes Kulturfrühstück zu werden. Und die vier Musiker verwöhnten ihr bestens gestärktes Publikum, nahmen sie mit ihrem Programm "Phantasia'' auf eine verzaubernde Reise zu oftmals unbekannten Musikwelten.

Keine Schublade

Als Crossover-Musiker sind sie nicht in irgendeine Schublade zu packen, sie spielen mit Bravour und Feingefühl alles von adaptierter Klaviermusik von Debussy bis Walt Disney. Das bedeutete beste Unterhaltung auf ganz hohem Niveau, Spielwitz und Lebendigkeit.
Mit einem ausgeprägten Gefühl für Qualität hatten sie sich aus musikalischen Miniaturen, Klangmalereien, Theater- und Filmmusik besonders eindrucksvolle Werke herausgesucht. Als versierte Künstler hatten sie diese für ihre Instrumente neu arrangiert und so einen ganz einzigartigen Klang geschaffen.
Da wurde der auch von den Doors bekannte "Alabama Song" von Kurt Weil zu einem temperamentvollen Geschehen. Sein im Pariser Exil geschriebener stark melancholischer "Tango habanera", ein wahres Kleinod im Repertoire aller Jazz-Sängerinnen, wurde vom sehnsuchtsvollen Traumlied zum swingenden Tanz mit orchestralem Glanz. Wer mit "Pindakaas" über den persischen Markt gleich Albert Ketelbey schlenderte, erlebte den einzigartigen Zauber der orientalischen Welt der Kameltreiber, Prinzessinnen, Kalifen und Schlangenbeschwörer.

Poetische Spielweise

Die hatte der musikalische Direktor des Londoner Vaudeville -Theaters mit seiner Komposition mit viel Sinn für Publikumswirksamkeit eingefangen. Bei "Pindakaas" hörte man diese wahren Kassenschlager der damaligen Zeit in sehr differenzierter, fast poetischer Spielweise. Als Meister ihrer Instrumente zeigten sich Marcin Langer, Guido Grospietsch, Melanie Werner und Matthias Schröder. Bei der Zirkusmusik von Eugene Joseph Bozza fühlten sie sich genauso zu Hause wie bei dem Säbeltanz von Aram Chatschaturyan, sie entlockten bei Marc Berthomieu ihren Saxophonen selbst so fremde Klänge wie den einer Perserkatze oder eines Pumas.

Krieg der Sterne

Und sie machten in ihrer charmanten Art auch nicht vor den Grenzen des Sonnensystems
halt. Da gewann die "Raumpatrouille Orion" im Wettstreit mit "Star Wars".
Diese mal leichte, mal eindringliche Unterhaltung, gepaart mit außerordentlicher Musikalität und kompositorischer Finesse, führte das Publikum durch sämtliche Gefühlslagen.

      • Axel Engels

 


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